The Pain Machinery
                 

The Pain Machinery
The Venom is going global:

The Pain Machinery ist das Hauptprojekt von Anders Karlsson, der zuletzt mit der Proven In Action Compilation einen klasse Start mit seinem eigenen Label First Aid Recordings hingelegt hat. Aber auch TPM ist in gewissen Kreisen kein unbekannter Name. In den letzten 10 Jahren hat dieses Projekt nämlich schon einige Kassetten und CDRs veröffentlicht. Mit The Venom Is Going Global erscheint nun zum ersten mal eine richtige CD von The Pain Machinery mit einem Label dahinter.

Grob gesagt macht TPM Electro-Industrial... Halt, halt! Nicht sofort wieder wegklicken. Ausnahmsweise erwartet einen mal keine Ramschware ala Suicide Commando oder einen dessen unzähliger Klone, sondern eine super Produktion mit genug Eigenständigkeit. Tanzbare Electrobeats gepaart mit einer Art Flüstergesang bzw. heiserem Geschrei erinnern einen zwar leicht an Velvet Acid Christ, aber statt dessen Trancekollagen hört man bei TPM eher starke EBM Einflüsse heraus. Die treibenden Synths und 4/4 Rhythmik, wie bspw. bei Fly Catcher oder System Error, wissen auf Anhieb zu gefallen.

Aber The Pain Machinery hat noch mehr zu bieten. So befinden sich auf TVIGG auch ein paar recht poppige Stücke wie z.B. Shapeshifter, dass mit seinen Vocodervocals und einem recht fröhlichem Beat für die richtige Verschnaufpause sorgt. Pause? Von was? Tja, wie man vielleicht wissen kann, ist eine andere Vorliebe von Herrn Karlsson Noise. Schon der Opener Blizzard kam recht krachig daher, aber gegen Mitte des Album wird es teils richtig brutal. Die Beats knüppeln einem ordentlich ins Gesicht, die spärlichen Melodien verschwinden ganz und machen Platz für Feedbacks und wütendes Gebrülle. Die Bassline bei One könnte sogar direkt von Winterkälte stammen.

Selten hat mich ein Album in letzter Zeit auf Anhieb so begeistert. Seit ein paar Tagen läuft The Venom Is Going Global sowohl in meinen CD-Player als auch in meinem Diskman auf Heavy-Rotation. Das liegt vor allem daran, dass es keinen einzigen Ausrutscher auf diesem Album gibt. Ich hoffe, dass The Pain Machinery nun endlich mal mit dem nötigen Erfolg beschenkt wird. Die Einflüsse aus Noise und EBM geben den typischen Electro-Industrial Beats das gewisse etwas, und schaffen Clubtaugliches dass man sich aber auch Zuhause anhören kann. Von mir gibt es deshalb einen uneingeschränkten Kauftipp für alle die auf härtere Elektronik stehen. The Pain Machinery klatscht schon jetzt Szenegrößen problemlos an die Wand.

Review from yabbas.de

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